Übersetzungsprobleme in der Bibel

Die christliche Lehrmeinung umfasst die „Einhauchung“ eines göttlichen Gedankens, der durch Menschen schriftlich verewigt wurde. Dadurch sehen die meisten Christen, die Bibel als Gottes Wort an.

Glaubt man der Bibel, dann hätte Gott zur Zeit des Mose Völkermorde und Tieropfer befohlen. Jesus von Nazareth lehrt jedoch: „Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen“ (Lukas 6, 27). Das Opfern von Tieren lehrt er nicht. Stattdessen treibt er die Tierhändler aus dem Tempel hinaus. Ähnlich oder gleich lehrten bereits die Gottespropheten des Alten Testaments. Nach Jeremia zum Beispiel hat Gott keine Tieropfer befohlen (z. B. Jeremia 7, 21-23).
Hat sich Gott also geändert? Oder stehen hinter dem Gott der Bibel zwei Götter? Oder mehrere? Warum gibt es so viele Widersprüche in der Bibel? Und woran kann man sich halten?

Man ist sich heute in der Theologie darüber einig, dass Jesus aramäisch gesprochen
hat. Seine aramäischen Worte sind aber nicht überliefert. Erhalten sind nur die späteren Übersetzungen ins Griechische. Warum diese späteren griechischen Texte zahlreiche Fehler enthalten, dazu äußerte sich Günther Schwarz in einigen seiner Werke, teils kürzer, teils ausführlicher.

Die uns in den Evangelien des Neuen Testaments der Bibel vorliegenden Worte Jesu, zum Beispiel im Text der so genannten Einheitsübersetzung, enthalten zum Teil schwerwiegende Fehler. Manche Worte Jesu befremden den unvoreingenommenen Leser in ihrer Schärfe und wollen so gar nicht zu seiner uns vertrauten Botschaft von Liebe und Barmherzigkeit passen.

Die Übersetzung ins Griechische lies den Autoren eine gewissr Freiheit. Sie waren nicht an den genauen Wortlaut gebunden.
Jesus war Jude. Er lebte in einer jüdischen Umwelt und in einer vom Al-
ten Testament geprägten Geisteswelt. Die Griechen lebten in einer ganz anderen Umwelt, vor allem in einer anderen Geisteswelt. Die Übersetzung der Worte, Gleichnisse und Taten Jesu ins Griechische war also nicht nur eine Übertragung in eine andere Sprache, sondern auch in eine andere Geisteswelt.

Eine weitere Erschwernis war, dass man damals ohne Wortzwischenräume schrieb und dass man keine Satzzeichen verwendete. Beide Mängel führten häufig zu Missverständnissen und dadurch zu weiteren Fehlern. Etliche Varianten und manche Ungereimtheiten des Wortlauts lassen sich auf diese Weise erklären.

So lesen wir zum Beispiel im „Interpreter’s Dictionary of the Bible“, einem 5-bändiges Nachschlagewerk für Pastoren und Studenten, folgendes:

A study of 150 Greek [manuscripts] of the Gospel of Luke has revealed more than 30.000 different readings […] It is safe to say that there is not one sentence in the New Testament in which the [manuscript] is wholly uniform.

(aus Interpreter’s Dictionary of the Bible, Keith R. Crim an George A. Buttrick, Abingdon Press, Oktober 1976)

Bei 150 untersuchten griechischen Manuskripten des Lukasevangeliums gibt es also als nicht einen Satz, der in allen Manuskripten gleich ist. Ist das nicht bemerkenswert?!

Leider werden in den Evangelien nur fünfundzwanzig Einzelwörter und zwei kurze Sätze im „Originalton Jesu“ mitgeteilt. Daher gibt es keinen anderen Weg, so nahe wie möglich an den Urwortlaut der Botschaft Jesu heranzukommen, als den, ihren griechischen Wortlaut in die aramäische Sprache und damit in die Geisteswelt Jesu rückzuübersetzen. Das Ergebnis ist oft überraschend, manchmal geradezu umwerfend.

Auch in den Deutschen Bibeln, wurde nachträglich manipuliert. Siehe hier ein Vergleich zwischen der modernen Schlachter-Bibel und der Luther Bibel von 1984.

Durch wen wurde eigentlich die Erde erschaffen?

Eph 3,9: und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus, (Schlachter Bibel)

Eph 3,9: und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; (Luther 1984)

Das Vater Unser korrekt übersetzt aus dem Aramäischen Text.
dort heisst es in Matt. 6:12: …wie wir vergeben haben unseren Uebeltaetern
Dahinter steht das Konzept, dass der Mensch zuerst denen verzeihen und vergeben muss, die ihm etwas schlechtes getan haben,
bevor er erwarten kann, dass Gott ihm seine Uebeltaten vergibt!
6:13: Und lass uns nicht in Versuchung eintreten
Hier bitten wir Gott uns nicht in Versuchung eintreten zu lassen, was wesentlich mehr Sinn macht, denn Gott fuehrt nicht in Versuchung!!!

Im Jakobusbrief wird dies klar gesagt, ansonsten ist da ein Wiederspruch!
19:24 die Sache mit dem Kamel das nicht durch das Nadeloehr passt! Hier ist das Problem, das im aramaeischen Text „Gamla“
steht was sowohl Kamel als auch Strick/Tau bedeuten kann, hier ist dann auch ein Bezug zum Nadeloehr, fuer das ein Strick zu dick ist!
Ein weiterer Aspekt ist Yeshua sprach ja oft zu seinen Juengern, von denen einige Fischer waren, es liegt nahe, dass er das Tau zum festmachen der Boote erwaehnt!
27:46: die letzten Worte Yeshua’s am Kreutz: Mein El, mein El dafuer wurde ich bestimmt oder auch „aufgespart“!
Wie kann es denn auch sein, dass Gott seinen Sohn in der dunkelsten Stunde seines Lebens „verlaesst“, dies macht ja wohl kein Vater, auch kein Irdischer.

Oder auch diese Stelle, aus dem Lukas Evangelium:

Luther Bibel 2017:

Lukas 17, 21
man wird auch nicht sagen: Siehe, hier!, oder: Da! Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

Luther Bibel 1912:

http://www.bibel-online.net/

Lukas 17, 21 man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig IN euch. 

Die Version von 1912 schreibt die korrekte Übersetzung. Die 2017er Version, schreibt einen ganz anderen Sinn. Für Jesus war wichtig: Das Reich Gottes ist IN uns. Mehr dazu im Artikel : Die wahre Lehre von Jesus.

 

 

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