Das Konzept des Ego Todes entstand aus einer Vielzahl von Schulen im Westen. Viele mit östlichem Einfluss.

(Ego-Tod: auch Ich-Auflösung oder Ich-Entgrenzung genannt.)

In Sanskrit ist das ego bekannt als „Ahmkara“.

Im westlichen Mystizismus wird unter Ego Tod, die Idee verstanden, wo die Seele stirbt und mit Gottes Bewusstsein verschmilzt.

In vielen Lehren, besonders die aus östlichen Religionen wie Buddhismus, Hinduismus und Taoismus, setzen einen Ego Tod mit Erleuchtung gleich.

Doch ist hier die Unterscheidung zum Ego Tod zu machen, wie es Timothy Leary unter LSD Einfluss verstanden hat.

Auch wenn bei Leary die Erfahrung mystisch gesehen ähnlich ist, hält der Ego Tod dort nicht als andauernder Zustand an.

Ich erwähne an dieser Stelle, dass der Terminus Ego Tod eine momentane, vorüber gehende Erfahrung sein kann, doch ein permanenter Zustand ist möglich und wird von vielen angestrebt.

 

 

Wie kann ein Ego Tod erreicht werden?

 

Auch wenn der Autor dieser Zeilen, nicht zum Gebrauch von Drogen aufrufen möchte, sind Substanzen wie Psilocybin/

Psilocin in bestimmten Pilzen, Meskalin, Ketamin, LSD, DMT und Salvia Divinorum die schnellste und verlässlichste Methode, um einen Ego Tod zu erfahren.

Diese Substanzen, können starke Entheogene sein.

Doch ist hier bei einer Anwendung kein andauernder Zustand zu erreichen.

Auch durch trommeln bringen sich Schamanen in einen Trance-Zustand, indem das Ego zur Seite tritt.

Dann gibt es noch dieses spirituellen Übungen: die 4 Yogas, welche einen andauernden Ego Tod auslösen können.

-Karma Yoga

(Pfad der Taten oder Werke)

oder auch karmamarga genannt.

Ein Handeln, ohne Anhaftung an seine Taten. Wird auch als Yoga der selbstlosen Dienste verstanden.

Er beginnt mit der Absage an alle ichhaften Zwecke unserer Werke, an alles Unternehmen einer Handlung aus ichhaftem Interesse oder um eines weltlichen Resultats willen.

-Bhakti Yoga

(Pfad der liebenden Hingabe)

,ist im Hinduismus die Bezeichnung für den Weg der liebenden Hingabe an Gott.

Dabei nutzt Bhakti Gefühle als einen Weg, Gott nahezukommen oder sich mit ihm oder ihr zu vereinen. Meist setzt das eine dualistische Gottesvorstellung voraus, da man annimmt, dass Liebe ein Objekt benötige. Doch spielt Bhakti auch in der nichtdualistischen Advaita-Philosophie eine Rolle, z. B. in der Hingabe an einen Guru, der als Verkörperung Gottes angesehen wird, oder in der Form eines Ishta Devatas, d. h. einer persönlichen Gottheit, die das Absolute zum Zwecke der Anbetung verkörpert.

 

-Jnana Yoga (Weg des Wissens),

auch Jnanamarga genannt.

Jnana Yoga ist das Streben nach Erkenntnis der letzten Wahrheit, um Erlösung (Moksha) vom Kreislauf der Wiedergeburten zu erlangen.

Nicht theoretische Gelehrsamkeit und Anhäufung von Einzelwissen ist das Ziel, sondern Weisheit. Das Mahabharata beschreibt den Unterschied bildlich: „Wer nicht erkennt, sondern nur vieles gehört hat, kann den Sinn der Schriften nicht verstehen, so wie ein Löffel nichts vom Geschmack der Suppe weiß“ (MB.II,55,1)

 

-Raja Yoga (Pfad der Meditation)

Im Raja Yoga wird die Entwicklung und Beherrschung des Geistes angestrebt. Gewöhnlich wird Raja Yoga mit Ashtanga Yoga („achtgliedriger Yoga“) gleichgesetzt, wie er im Yogasutra von Patanjali beschrieben wird.

 

Ego Tod kann auch durch eine spirituelle Existenzkrise erreicht werden.

Ein so großer emotionaler Schmerz, der dem Ego des Menschen keinen Ausweg mehr lässt und dem sich der Mensch fügt, kann zum Ego Tod führen.

Jedoch ist auch hier ein lange andauernder Zustand schwer zu halten.

 

Hier ein schönes Video aus dem Film Revolver zum Thema.