Paulus hat das Christentum gegründet, nicht Jesus

Die Briefe des Apostel Paulus sind unbestritten die ältesten Schriften, die ins Neue Testament aufgenommen wurden (48 bis 61 n.Chr). Doch viele Christen wissen nicht, dass Paulus niemals Zeuge der Taten von Jesus war. Die Theologie um die Errettung der Menschen durch Jesus, welcher für die Sünden der Menschen gestorben ist, stammt allein von der Interpretation und dem Glaube von Paulus. Dies steht besonders im Römerbrief und im Galaterbrief.

Alle Paulusbriefe richten sich an von ihm gegründete Gemeinden oder einzelne ihrer Mitglieder. Sie verkünden Jesus Christus in Bezug auf damalige innergemeindliche Konflikte, vor allem zwischen Judenchristen und Heidenchristen. Sie repräsentieren und bewahren die paulinische Theologie und sind die Hauptquellen für biografische Informationen zu Paulus.

Ohne es verdient zu haben, werden die Menschen gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus (Röm 5 EU). Die Rechtfertigung geschieht allein aus dem Glauben (Röm 3,28 EU). Die Rechtfertigungslehre fragt danach, was geschehen muss, damit das Verhältnis zwischen Mensch und Gott, das durch Sünden des Menschen belastet worden ist, wieder in Ordnung kommen kann.

Manche Schriften, die Paulus als Autoren nennen wurden von anderen geschrieben, die sich seinen Namen zu Nutze machten.

Saulus/Paulus aus Tarsus in Kleinasien ist als jüdischer Pharisäer zunächst ein erbitterter Gegner von Jesus von Nazareth und verfolgt die urchristliche Gemeinde.

In seinen Studien der Frühgeschichte der Kirche will der israelische Professor Admiel Kosman herausgefunden haben, dass Paulus absichtlich daran gearbeitet habe, den jüdischen Charakter der frühen Gemeinschaften von Gläubigen auszumerzen, um damit den Weg für das Christentum als eigene Religion zu ebnen. Kosman zufolge sei Paulus kein wahrer Nachfolger Jesu gewesen sondern habe lediglich die von Jesus vorbereitete Plattform benutzt, um seine eigenen Lehren voranzutreiben. Kosman schlussfolgert für sich daraus, dass Jesus als gesetzestreuer Jude mit Paulus Taten nicht einverstanden gewesen wäre.

Das Problem der Christen, ist das sie heute lieber Paulus folgen als Jesus, wo doch Jesus sagte, das ein Diener nicht mehr ist als sein Herr oder ein Jünger nicht mehr als der Meister. Wenn man heut zu tage mit jemanden diskutiert und meint das Jesus dieses oder jenes gesagt haben soll, braucht ein regulärer Christ immer Paulus als Gegenmittel. Entweder die Christen verstehen Paulus nicht oder er war kein Apostel des Herrn Jesus.

Ein ausführlicher Artikel über die durch Paulus verfälschte Botschaft Jesu finden Sie hier.

Keiner der heutigen Wissenschaftler glaubt, dass die 4 Evangelien von den Autoren stammen, dessen Namen sie tragen. Die Jünger von Jesus waren ungelehrte Aramäer, die nicht überhaupt nicht schreiben konnten. Schon gar nicht in Alt-Griechisch, wie es für das Neue Testament üblich war.

Die Evangelien wurden in den Jahren 70-80 rum geschrieben und die Namen der Autoren wurden später hinzugefügt, um dem Ganzen Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Das Johannes-Evangelium ist aus einer ganz anderen Perspektive geschrieben und wurde in Etappen verfasst wo es dann um das Jahr 100 vollendet wurde.

 

Niemand schrieb die Geschichten und Erlebnisse mit Jesus zum Zeitpunkt auf, als sie sich vollzogen.

Es klafft eine Lücke von ca. 40 Jahren nach dem Tod von Jesus, bis das erste Evangelium (Markus) entstand. Vermutlich wurden die Geschichten um Jesus von Mensch zu Mensch weiter erzählt, bis sie ein sehr gut Ausgebildeter in Alt-Griechisch aufschrieb.

Es ist wahrscheinlich, dass Matthäus und Lukas von Markus abschrieben.

Für jemanden, der mit der Harmonie der 4 Evangelien aufgewachsen ist, kann es schockierend sein, wie widersprüchlich sie sind.

 

Geburt und frühes Leben von Jesus:

Matthäus und Lukas erzählen lange Geschichten über die Geburt von Jesus und seiner Kindheit, welche ausschauen, als ob sie von völlig anderen Traditionen stammen. Es gibt nur zwei Punkte, wo sie übereinstimmen. Seine Mutter Maria war Jungfrau (Übersetzungsfehler: im aramäischen Urtext steht:  junge Frau ) und Jesus wurde in Bethlehem geboren.

Matthäus hat die drei Weisen Männer, die einem Stern folgen und nach Bethlehem kommen. König Herodes hört von der Geburt und ordnet an alle Kinder unter zwei Jahren zu ermorden.

Matthäus sagt, um dem zu entgehen, flieht die Familie von Jesus nach Ägypten. Nach dem Tod von Herodes, planen sie nach Judäa zurück zu kommen doch aus Angst vom Nachfolger (Herodes sein Sohn), gehen sie nicht nach Bethlehem, sondern nach Nazareth im Norden von Galiläa.

Lukas hingegen behauptet, es gab eine Bevölkerungszählung quer durch das Imperium während der Regentschaft von Kaiser Augustus, als Quirinius der Statthalter Syrien regierte. Keine Quelle zeigt, dass sich so eine massives Ereigniss zugetragen hat.

Dies würde das Ereigniss 10 Jahre nach dem Tod von Herodes datieren, im Wiederspruch zu Matthäus.

Nach Lukas, lebte Josef in Nazareth und musste nach Bethlehem gehen, da dort sein Vorfahre David 1000 Jahre zu vor gelebt hat. Was dazu führte, das Maria und Josef in einem Stall in Bethlehem endeten, da alle Unterkünfte voll waren.

Es ist unmöglich sich eine Bevöljerungszählung damals oder heute vorzustellen, wo es nötig ist, das jeder dahin geht wo seine Vorfahren 1000 Jahre zuvor lebten.

Einen Monat nach Jesu Geburt, gingen sie nach Nazareth zurück (sie zogen nicht nach Ägypten).

Was Matthäus und Lukas hier mit diesen Geschichten versuchten war, aufzuzeigen, wie der prophezeite Messias in Bethlehem im Hause David geboren wurde. Beide Evangelien zeigen, eine andere Genealogie, um zu zeigen, dass Jesus ein Nachfahre Davids durch Josef ist.

Doch das ist komisch,da beide Autoren auch sagen, dass Josef nicht der biologische Vater von Jesus ist, sondern Gott.

 

Details zur Kreuzigung:

Im Markus Evangelium wird Jesus von den Soldaten von Pontius Pilatus geschlagen und beschimpft, bevorver zur Kreuzigung gebracht wird.
Zwei Räuber, die mit ihm gekreuzigt werden, beschimpfen ihn.
Jesus sagt nichts, bis zum Ende: „Mein Gott, mein Gott warum hast du mitch verlassen?“. Und der Vorhang im Tempel riss in zwei, als Jesus stirbt. Ein Soldat bestätigt, dass er Zeuge war vom Tod des Sohnes von Gott.

In Lukas versucht Pontius Pilatus den Sohn von Herodes dazu zu bringen, dass er den Fall von Jesus übernimmt.
Es sind die Männer von Herodes Sohn, die Jesus beleidigen. Auf dem Weg zum Kreuz zeigt Jesus besorgnis gegenüber den Menschen, denen er begegnet.
Einer der beiden Räuber beleidigt Jesus der andere kriminelle tadelt ihn und fragt Jesus, ob er an ihn gedenken würde, wenn Jesus in sein Reich kommt.
Jesus sagte, dass beide mit ihn in den Himmel kommen, so bald sie gestorben sind. Jesus sprach zu denen, die ihn töten wollen: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun“.
Der Vorhang im Tempel riss, als Jesus noch am leben war. Am Ende sprach Jesus: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“
Dies ist ein ruhiges Statement, im Vergleich zu was in Markus steht, wo Jesus sich vom Vater verlassen fühlt.

 

Auferstehung:

Alle vier Evangelien sind sich einig darüber, dass Jesus drei Tage nach seinem Tod auferstanden ist und das Maria Magdalena die Höhle leer auffand.

(Die Gelehrten meinen, dass die letzten 12 Verse von Markus später hinzugefügt wurden). Doch die sonstigen Unterschiede zwischen den Evangelien sind bemerkenswert.

 

Nach Johannes ging Magdalena alleine.

Matthäus schreibt, sie ging mit noch einer Maria. Markus sagt M.Magdalena ging mit Maria der Mutter von Jesus

und Salome. Lukas erwähnt eine Anzahl Frauen aus Galiläa und anderswo.

 

Markus schreibt der Stein sei zur Seite gerollt, bevor die Frauen ankahmen, während Mattäus sagt, ein Engel hätte den Stein gerollt, während sie dort waren.

 

Markus sagt, sie sahen einen jungen Mann, Lukas sagt zwei Männer, Matthäus hat einen Engel und Johannes hat niemand anderen dort.

 

Markus schreibt, dass sie den Jüngern bescheid geben sollen, dass Jesusvsie in Galiläa trifft. Lukas schreibt, die Jünger sollen daran erinnert werden was Jesus ihnen sagte, als sie in Galiläa waren.

Das er sterben und wieder auferstehen wird und sie in Jerusalem bleiben.

Matthäus schreibt die Frauen erzählten 11 Jüngern was geschah.

Lukas schreibt, die Frauen gaben 11 Jüngern und anderen Leuten bescheid.

Johannes schrieb, sie gaben Petrus und einem ungenannten Jünger bescheid, während Markus schrieb, dass niemandem davon erzählt wurde.

Was taten die Jünger auf diese Botschaft hin?

Nach Matthäus, erschien ihnen Jesus direkt. Lukas schreibt, die Jünger glauben diese Geschichte nicht. Johannes schrieb, sie gingen zur Höhle, um nach zu schauen